Der Sterbeprozess
     Die Sterbephasen
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Betreuung und Begleitung von Sterbenden gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten und schwersten ärztlichen Aufgaben.
Kein "Rezept" bzw. Leitfaden kann hier genaue Anweisungen geben. Wichtiger als Patentrezepte ist das Gespür für solche Situationen. Dennoch hat sich bei aller berechtigten Kritik das Phasenmodell nach Kübler-Ross bewährt.

Phase des Nicht-wahrhaben-Wollens
Patient: »Das kann überhaupt nicht sein, mir geht’s blendend!«
Arzt / Begleiter: akzeptieren, aushalten, nicht widersprechen

Phase des Zorns
Patient: »Warum ausgerechnet ich, warum nicht die anderen?«
Arzt / Begleiter: zuhören, aussprechen lassen, aushalten, nicht persönlich nehmen, negative Gefühle aussprechen helfen

Phase des Verhandelns
Patient: »Bitte, ich will nicht sterben, in Zukunft werde ich auch alles anders machen.«
Arzt / Begleiter: verstehen, Hoffnung lassen, aber keine falsche Hoffnung machen, Wahrhaftigkeit

Phase der Depression
Patient: »Das bringt alles sowieso nichts mehr...«
Arzt / Begleiter: nicht aufmuntern, nicht trösten, auch hier: aushalten, zum Trauern ermutigen, unerledigte Dinge erledigen helfen

Phase der Zustimmung
Patient: »Wenn es sein muß, ja.«
Arzt / Begleiter: mit sich allein lassen, aber: nicht im Stich lassen, Gesten zulassen
 



  Phasenmodell / Medizinische Psychologie Uni Freiburg


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