Was ist eine Nahtoderfahrung?

Eine Nahtoderfahrung ereignet sich zu dem Zeitpunkt, wenn ein Mensch durch einen Unfall oder Herzstillstand klinisch tot ist. Das Gehirn des Menschen weist für diesen Zeitraum keinerlei Aktivität mehr auf. Das Erdenich geht über in einen erweiterten außerkörperlichen Bewusstseinszustand, in dem der Betroffene auf Ereignisse und Situationen Zugriff erhält, die er aus der Lage seines Körpers gar nicht wissen kann.

Nahtoderfahrungen sind wesentlich weiter verbreitet, als die meisten Menschen annehmen. Alleine in Deutschland haben gegenwärtig über vier Millionen Menschen derartige Erlebnisse gemacht, bei steigender Tendenz. In den letzten zehn Jahren wurden die Möglichkeiten der Wiederbelebung extrem verfeinert, sodass heute immer mehr Menschen aus den Randzonen des Todes ins Leben zurückgeholt werden können.

Die Tatsache, dass der Mensch von seiner Natur her ein geistiges Wesen ist und nicht sein Körper, wird noch immer von zahlreichen Wissenschaftlern bestritten. Das geltende Paradigma besagt, dass Bewusstsein ein Produkt des Gehirns sei, welches beim Tod des Menschen ins Nichts versinkt. Da diese Vorgänge nicht messbar sind, werden Todesnäheerlebnisse noch heute mit Halluzinationen, Sauerstoffmangel oder Endorphinausschüttungen weg rationalisiert.
Die Erforschung und Systematisierung der Nahtoderfahrungen belegen aber in eindeutiger Weise, dass unser Bewusstsein den Tod überlebt und in seiner Individualität fortbesteht. Durch unterschiedlichste Untersuchungen entstand eine empirische, weltweite und interkulturelle Sterbeforschung.

Heute lässt sich die Aussage treffen, dass wir mehr als jemals zuvor in der Geschichte darüber wissen, was mit uns geschieht, wenn wir sterben.
Das Bedeutsame an den Nahtoderfahrungen sind wiederkehrende Elemente, die den Übergang von dieser in die andere Welt beinhalten. Dieser universale Kode findet sich dann in verdeckter Form im Sterbeprozess wieder. Langjährige Untersuchungen des holländischen Kardiologen Pim van Lommel ergaben, dass die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse keinen anderen Schluss zulassen, dass Bewusstsein unabhängig vom Körper existiert! Wir sind mehr als reine Materie oder Biochemie! Nahtoderfahrungen sind keine Erfindung unserer Zeit, sondern wurden im Schrifttum der Jahrtausende überliefert.

Die Merkmale einer Nahtoderfahrung sind:

1.    Das Gefühl, tot zu sein

Viele Menschen nehmen sich als körperlos oder extrem leicht wahr. Es ist ihnen absolut klar, dass sie gestorben sind.

2.    Frieden und Schmerzfreiheit

Die meisten Betroffenen erleben Gefühle von Leichtigkeit, Wohlbefinden und Frieden. Zahlreiche Untersuchungen mit Krebspatienten oder Unfallverletzten zeigten auf, dass jeder Schmerz endet, sobald der Körper verlassen wird.

3.    Das Erlebnis der Außerkörperlichkeit

Der Betroffene erlebt alles Geschehen gleichzeitig. Er schwebt über der Unfallstelle oder im Operationssaal, kann sich aber in Gedankenschnelle überall dort aufhalten, an wen oder was er gerade denkt. Jegliche Trennung ist aufgehoben, und der Erlebende ist nicht länger an Raum und Zeit gebunden. Er erlebt eine immense Bewusstseinserweiterung, die es ihm sogar ermöglicht, sich an mehreren Orten gleichzeitig aufzuhalten.Major Scull hatte einen Herzanfall. Er berichtet: »Plötzlich schwebte ich nach oben an die Decke und dann in eine Ecke des Raumes. Von dieser Position aus konnte ich auf meinen Körper herabblicken. Ich war sehr überrascht, dass ich mich in dieser Ecke als bewusst wahrgenommen habe. Dann befand ich mich plötzlich außerhalb des Raumes und sah meine Frau im Warteraum sitzen. Sie trug eine rote Hose und sprach mit der Schwester. Dann saß ich neben ihr. Ich habe genau bemerkt, was meine Frau zu diesem Zeitpunkt getragen hat. Dabei hätte ich sie gar nicht sehen können, da ich mich zu diesem Zeitpunkt auf der Intensivstation befand. Heute bin ich überzeugt davon, dass sich die Seele vom Körper lösen kann.«

4.    Das Tunnelerlebnis

Der Tunnel ist ein Symbol für den Übergang in die jenseitige Welt. Manchmal sprechen die Betroffenen auch von einer Dunkelheit oder Leere, die sie durchqueren müssen. Entscheidend dabei ist, dass sich das Bewusstsein nun dergestalt erweitert, dass Dinge der geistigen Welt übersinnlich wahrgenommen werden können. So kommt es zu einer Begegnung mit verstorbenen Verwandten, oder paradiesische Landschaften, Lichtstädte oder Lichtwesen werden beschrieben.

5.    Die Lichterfahrung

Das Licht spendet Trost und strahlt Wärme, Frieden und Ruhe aus. Es handelt sich keineswegs um einen krampfhaften Reflex des Sehnervs noch um ein Licht, das zum Todeszeitpunkt auf den Netzhautgefäßen verbleibt. Das Licht wird als die reinste, bedingungslose Liebe empfunden, wie sie kaum ein Mensch zu Lebzeiten erlebt. Die Begegnung mit dieser Liebe löst Gefühle der Harmonie und der Geborgenheit aus. Die Menschen spüren dabei ihr volles Ich-Bewusstsein. Das strahlend schöne Licht wird zum Inbegriff allen Wissens und führt zum Erleben höchster Seligkeit. Alle Menschen, die eine Lichterfahrung gemacht haben, verändern sich später in ihrer Persönlichkeit.Ein Mann berichtete mir: »Ich ging sofort in dieses wundervolle strahlende Licht. Ich war total von Liebe eingehüllt, von Wärme, Frieden und Sicherheit. Es war, als ob das Licht in mir ist und ich gleichzeitig zum Licht wurde. Das könnte man vielleicht so ausdrücken: Ich bin Frieden, ich bin Liebe, ich bin Helligkeit und Freude. Das Licht ist ein Teil von mir. Du weißt es einfach. Es ist so wunderbar, und das ist eine Begegnung mit der Ewigkeit, als ob ich immer dort gewesen sei und immer dort sein werde. Das Licht ist die absolute Geborgenheit.«

6.    Die Lebensrückschau

In der Anwesenheit des Lichts entfaltet sich nun die Lebensrückschau. Sie weist uns auf die Eigenverantwortlichkeit hin, da wir dabei nicht nur aus der Perspektive, wie wir selbst bestimmte Dinge in unserem Leben mit uns erlebt haben, konfrontiert werden, sondern auch mit den Auswirkungen unserer Gedanken, Taten und Worte auf andere. Wir haben Zugang zum Bewusstsein lebender und verstorbener Menschen, da anders die ganzheitliche Perspektive nicht möglich wäre. Das zeigt, dass all unsere Gedanken, Taten und Worte in Energiefeldern in der geistigen Welt gespeichert sind. Wir schauen uns sozusagen ungeschminkt ins Gesicht, wobei der einzig wichtige Maßstab Liebe ist: Wir fragen uns, ob wir Liebe gegeben oder zurückgehalten haben.»Es war, als würde ich mein Leben von Anfang bis Ende in einer auf Schnellvorlauf gestellten Filmschneidemaschine sehen. Es begann mit meiner Zeugung … dann folgte die Kindheit, Jugendzeit und so weiter bis zu meiner Nahtoderfahrung, die ich noch einmal erlebte. Ich sah mein Leben, lebte es noch einmal. Alles, was ich je gefühlt hatte, fühlte ich noch einmal – jeden Schnitt, jeden Schmerz, jedes Gefühl und alles, was zu dem jeweiligen Abschnitt meines Lebens dazu gehörte. Gleichzeitig sah ich die Auswirkung meines Lebens auf meine Mitmenschen … Ich fühlte alles, was sie fühlten, und dadurch begriff ich die Folgen meines gesamten Tuns, des guten wie des schlechten.«

7.    Die widerwillige Rückkehr

Die meisten Betroffenen kehren nur widerwillig in ihren Körper zurück. Sie haben offenbar noch unerledigte Dinge zu bearbeiten.

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