Interviews

1.    Immer wieder wird davon gesprochen, dass der Tod verdrängt wird. Warum fällt uns ein offener, ehrlicher Umgang damit so schwer?

Copyright (C) Kurier.atDas liegt daran, dass das Sterben in Kliniken oder Heime verlagert wurde. Deswegen haben wir auch keinen direkten Zugang mehr zum Sterben und sind mit den inneren Vorgängen nicht vertraut. Unsere Gesellschaft will es nicht wahrhaben, dass wir sterblich sind. Man könnte viele Ängste abbauen, wenn man sich vorurteilsfrei mit dem Tod beschäftigt, da wir ja heute mehr als jemals zuvor wissen, was im Sterben geschieht. Insofern ist jeder gefordert, sich möglichst frühzeitig einen Standpunkt zum Tod zu bilden.

2.    Wieso braucht der Mensch keine Angst vor dem Tod zu haben?

Die Nahtodforschung hat in eindeutiger Weise naturwissenschaftlich belegt, dass Bewusstsein unabhängig vom Körper existiert. Wenn das kleine Erdenich den Körper verlässt, geht es ein in ein Überbewusstsein und ist dadurch imstande, Dinge wahrzunehmen, die sie von der Position ihres Körpers her, an der Unfallstelle oder im Operationssaal, gar nicht wissen kann. Das belegt eindeutig, dass wir im Augenblick des Todes eine individuelle Bewusstseinskontinuität erfahren. Sterben ist also nur ein Übergang in eine andere Form des Seins. Wir sollten uns darüber bewusst sein, dass wir geistige Wesen sind und nicht unser Körper. Alle Ängste entstehen nur durch das Körperbewusstsein. Wir sind also viel mehr als unser kleines Erdenich und deswegen durch den göttlichen Funken eingebunden in ein größeren göttlichen Sinnzusammenhang. Wenn wir sterben, erwachen wir in die Liebe.

3.    Sie sagen immer wieder, dass die unerledigten Dinge unseres Lebens das Sterben so schwer machen. Warum ist das so?

Wir sollten uns darüber bewusst sein, dass im Sterbeprozess die nicht gelösten Probleme unseres Lebens an die Oberfläche des Bewusstseins treten. Deswegen sehnen sich viele Menschen noch in ihren letzten Erdentagen nach Aussöhnung mit einem spezifischen Menschen. Da wurde vielleicht ein Sohn verstoßen und plötzlich kann der Sterbende nicht eher gehen, bis dieser Sohn ans Bett geholt wird. Das zeigt in aller Deutlichkeit, wie wichtig Vergebung und Selbstvergebung sind. Deshalb gibt es auch diese sehr unterschiedlichen Sterbeprozesse, die davon abhängig sind, in wie weit ein Mensch sein Sterben annehmen kann.

4.    Gibt es ihrer Meinung nach so etwas wie eine Hölle?

Wir sollten uns darüber bewusst sein, dass Gott Liebe ist und das Liebe die einzige wahre Wirklichkeit ist. Dennoch erleben die meisten Menschen während einer Nahtoderfahrung eine Lebensrückschau, bei der sie sich selbst ungeschminkt ins Gesicht schauen. Sie erleben alle Phasen ihres Lebens noch einmal, aber nicht nur aus der Perspektive, wie sie selbst bestimmte Situationen erlebt haben, sondern auch mit den Auswirkungen der Gedanken, Taten und Worte auf andere. Das ist sicherlich bei einem Mörder nicht so einfach. Es geht aber immer darum, die Fehler seines Lebens zu erkennen, um sie zu bereinigen. Das mag mitunter ein sehr schwieriger Selbsterkennungsprozess sein. Das ist aber keine Hölle, Strafe oder Verdammnis, sondern die Lebensrückschau dient letztlich der Heilung von allem Schmerz, der noch nicht aufgelöst ist. Da Liebe die einzige Wirklichkeit darstellt, existieren die polaren Kräfte von Gut und Böse nach dem Tod nicht weiter fort. Insofern kann es keine Hölle geben.

5.    Wie sind sie dazu gekommen Sterbeforscher zu werden?

Ich habe mich schon Ende der siebziger Jahre sehr für diese ganze Thematik durch die Bücher von Raymond Moody und Elisabeth Kübler-Ross interessiert. Dann wurde ich Mitte der achtziger Jahre durch das lange Sterben meiner Eltern an Krebs mit dem Thema konfrontiert. Das hat mich geprägt, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich meine Mutter im Augenblick ihres Todes von mir verabschiedet hat. Ich musste damals vor einer Ampel halten und ich werde nie vergessen, wie ihre Seele durch mein Herz gegangen ist. Ich fühlte damals Frieden, Freude und Erleichterung. Wenn Sie Angehörige über längere Zeit auf ihrem Weg in die andere Welt begleitet haben, spüren sie, dass es noch eine andere Ebene des Seins gibt und wir unsterbliche Wesen sind. In den folgenden Jahren habe ich dann nichts anderes mehr getan, als derartige Erlebnisse auszuwerten und Menschen zu sprechen, die Nahtod- oder Nachtodkontakte erlebt hatten. Deswegen weiß ich heute mit absoluter Sicherheit, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Ich habe das durch meine Bücher fortlaufend dokumentiert.

6.    Sie thematisieren in ihren Büchern immer wieder die Nachtodkontakte. Was verstehen Sie darunter?

Unter dem Begriff Nachtodkontakte werden die vielfältigen Formen von unerwarteten Begegnungen mit Verstorbenen verstanden, wie sie von fast siebzig Prozent der Bevölkerung, die einen nahestehenden Menschen verloren haben, erlebt werden. Die Phänomene treten spontan auf und gehen von einem spezifischen Verstorbenen aus, dessen Anwesenheit gespürt wird und dessen Identität eindeutig anhand seiner Ausstrahlung erkannt wird. Das erfolgt in Form von Gegenwartsempfinden, Gerüche, Träume, Erscheinungen im Wachzustand, körperliche Berührungen oder symbolische Zeichen, vor allem aber über Elektrizität in jeder Form. Die Verstorbenen wollen mitteilen, dass es ihnen gut geht und dass sie nach wie vor um uns sind. Wir bleiben durch Liebe immer mit ihnen verbunden. Nachtodkontakte sind ein empirischer Beleg für das Fortleben nach dem Tod.

Copyright (C) kurier.at7.    Sie erhalten seit fünf Jahren Durchgaben von Gregory. Wer oder was ist das?

Gregory ist lediglich der Name für mein höheres Selbst. Das ist die jedem innewohnende Verbindung zum göttlichen Überbewusstsein. Anders ausgedrückt, ist es der göttliche Funke in uns, die Liebe, die erwachen will. Dadurch können wir erkennen, dass wir geistige Wesen sind, die in einen göttlichen Sinnzusammenhang eingebunden sind. Wer die Präsenz des höheren Selbst in seinem Inneren spürt, erfährt Liebe, Wärme und Geborgenheit und hat durch Vertrauen und Hingabe Zugang zu höherem Wissen. Er fühlt sich nie mehr alleine.

8.    Sie haben ein neues Buch veröffentlicht mit dem Titel „Das Erwachen der Liebe. Überlebensbotschaften für die Zukunft der Menschheit“, also der zweite Band mit Gregory-Botschaften?

Die neuen Durchgaben beschreiben den für viele unvorstellbaren Transformationsprozess des kollektiven Erwachens der Menschheit in eine höhere Bewusstseinsdimension. Durch unser Bewusstsein und der Unterstützung des höheren Selbst sind wir ein Aspekt des göttlichen Geistes, dessen Gegenwart wir in unserem Inneren wahrnehmen können. Durch die hoffnungsvollen und wertvollen Hilfestellungen der Gregory Durchgaben können wir die erforderlichen Wachstumsprozesse besser annehmen und für unsere persönliche Entwicklung nutzen – unbeeinflusst von Ängsten. Dieser Bewusstseinswandel wird von Gregory als Wiederkunft des Christusbewusstseins bezeichnet. Wir alle erwachen in die Liebe, in der es keine Trennung, keinen Mangel und keine Gegensätze mehr gibt.

Das Interview vom 26.10.2013 aus der Kronen Zeitung finden Sie hier!

Ein weiteres Interview vom 05.12.2011 von Kurier.at finden Sie hier!

Das Interview vom 29. März 2013 von Planet Interview können Sie hier nachlesen!

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